Was ist ein KfW-Förderkredit?

Ein zinsgünstiges Darlehen der staatlichen KfW-Bankengruppe, das über die Hausbank an Unternehmen weitergeleitet wird.

Wie hoch ist der Zinssatz bei KfW-Krediten?

Es gibt keinen einzelnen festen Zinssatz. KfW-Zinssätze werden je Förderprogramm festgelegt, ändern sich im Zeitverlauf und hängen zusätzlich von Ihrer Bonität ab. In der Regel liegen sie unter dem Zinsniveau eines vergleichbaren Hausbankkredits – die tagesaktuellen Werte finden Sie direkt auf kfw.de oder bei Ihrer Hausbank.

Was ist eine tilgungsfreie Anlaufzeit?

Ein Zeitraum zu Beginn der Kreditlaufzeit, in dem nur Zinsen und keine Tilgung gezahlt werden.

Wie lange kann die Laufzeit bzw. Zinsbindung bei einem KfW-Kredit sein?

Die maximale Laufzeit und Zinsbindung hängen vom jeweiligen Förderprogramm ab und werden von der KfW festgelegt. Bei geförderten Investitions- und Gründerkrediten sind mehrjährige Laufzeiten üblich, teils deutlich länger als bei vergleichbaren Hausbankkrediten. Die genauen, aktuell gültigen Werte für Ihr Vorhaben erfragen Sie am besten direkt bei Ihrer Hausbank oder auf kfw.de.

Wie viel Liquiditätsreserve sollte ein Unternehmen vorhalten?

Häufig werden 3–6 Monate der laufenden Betriebsausgaben als Richtwert genannt. Rechnen Sie Ihren konkreten Wert mit dem Liquiditätsbedarf-Rechner aus.

Ersetzt dieser Rechner eine Finanzierungsberatung?

Nein, er bietet nur eine erste Orientierung; die tatsächlichen Konditionen sollten mit einer Bank oder einem Finanzberater abgestimmt werden. Details dazu auch in unserem Haftungsausschluss.

Was ist das KfW-Durchleitungsprinzip?

KfW-Förderkredite werden nicht direkt bei der KfW beantragt, sondern ausschließlich über eine Hausbank oder einen anderen Finanzierungspartner. Diese prüft die Bonität, trägt einen Teil des Ausfallrisikos und leitet die Fördermittel zu den vergünstigten Konditionen weiter. Mehr dazu im Hintergrundartikel KfW vs. Hausbankkredit.

Für wen ist der ERP-Gründerkredit – StartGeld gedacht?

Dieses KfW-Programm richtet sich typischerweise an Existenzgründer und junge Unternehmen in den ersten Jahren nach Geschäftsaufnahme. Eine zentrale Voraussetzung ist, dass Unternehmenssitz und Investitionsstandort in Deutschland liegen – das Programm ist auf den deutschen Markt zugeschnitten. Ob Ihr konkretes Vorhaben förderfähig ist, klärt die Hausbank im Rahmen der Antragstellung.

Gelten die Informationen auf dieser Seite auch für Österreich oder die Schweiz?

Nein. Diese Seite und ihre Rechner sind auf den deutschen Markt ausgerichtet. Die KfW ist eine deutsche Förderbank; für Österreich und die Schweiz gelten andere Förderinstitute mit eigenen Programmen und Bedingungen, die hier nicht abgebildet werden.

Welche Unterlagen benötige ich für einen Firmenkredit- oder KfW-Antrag?

Der genaue Umfang hängt von der Unternehmensphase ab (Gründung, laufender Betrieb, Übernahme) – üblich sind unter anderem ein Businessplan bzw. Kapazitätsplan, aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertungen, ein Finanzierungsplan und ggf. Sicherheiten-Nachweise. Eine strukturierte Übersicht finden Sie unter Voraussetzungen & Unterlagen.

Was ist der Unterschied zwischen Investitionskredit und Betriebsmittelkredit?

Ein Investitionskredit finanziert langfristige Anschaffungen wie Maschinen, Fahrzeuge oder Immobilien und ist meist an die Nutzungsdauer des finanzierten Gegenstands gekoppelt. Ein Betriebsmittelkredit deckt dagegen laufende Ausgaben oder kurzfristige Liquiditätsschwankungen ab, etwa Warenlager, Löhne oder saisonale Engpässe, und hat in der Regel eine kürzere Laufzeit.

Speichert der Rechner meine eingegebenen Daten?

Die Berechnungen auf dieser Seite laufen direkt in Ihrem Browser. Details zur Datenverarbeitung finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Was bedeutet Bonität und wie wird sie im Kreditprozess geprüft?

Bonität bezeichnet die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens bzw. der Antragsteller – die eingeschätzte Fähigkeit, einen Kredit vertragsgemäß zurückzuzahlen. Banken prüfen sie anhand mehrerer Faktoren: bisherige Zahlungshistorie, wirtschaftliche Kennzahlen aus Jahresabschlüssen oder BWA, Eigenkapitalquote, vorhandene Sicherheiten und häufig externe Auskünfte von Wirtschaftsauskunfteien. Die genaue Gewichtung dieser Faktoren legt jede Bank intern selbst fest.

Kann ich einen Firmenkredit ohne Eigenkapital bekommen?

Eine vollständige Fremdfinanzierung ohne jegliches Eigenkapital ist möglich, aber in der Praxis seltener und hängt stark vom Vorhaben, der Bonität und dem gewählten Programm ab. Manche KfW-Programme sind explizit auch für Gründer mit wenig Eigenkapital konzipiert, verlangen dafür aber häufig zusätzliche Sicherheiten oder eine Ausfallbürgschaft. Details klärt ausschließlich die Hausbank im Einzelfall.

Was ist der Unterschied zwischen Kontokorrentkredit und Ratenkredit für Unternehmen?

Ein Kontokorrentkredit ist eine flexible, eingeräumte Kreditlinie auf dem Geschäftskonto, die je nach Bedarf genutzt und zurückgeführt werden kann – verzinst wird nur der tatsächlich in Anspruch genommene Betrag. Ein Ratenkredit bzw. Annuitätendarlehen ist dagegen ein fest vereinbarter Betrag mit klar definierter Laufzeit und gleichbleibender monatlicher Rate. Kontokorrentkredite eignen sich eher für schwankenden, kurzfristigen Liquiditätsbedarf; berechnen Sie einen festen Ratenkredit stattdessen mit unserem Kreditraten-Rechner.

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